Ein Vormittag mit Biologe und Naturschutzwart Christopher Jöst

Was für ein interessanter Vormittag mit einem meiner Helden dieser Stadt! Biologe und Naturschutzwart Christopher Jöst befreit seit etlichen Jahren die Schweriner Seen von den Müll-Hinterlassenschaften der Menschen. Eine Sisyphos-Arbeit, die auf beispielhafte Weise dem Gemeinwohl dient. Ich verneige mich vor diesem bescheidenen und gleichzeitig kundigen Menschen, der viele Tage im Jahr auf dem Wasser verbringt und wahrscheinlich wie nur wenige die Schweriner Gewässer kennt .Traurig nur, welch Müllmassen an den Ufern der Seen oder am Seegrund lagern. Besonders gefährlich sind die vielen Plastikteile, die von Wasservögeln und anderen Tieren aufgenommen werden können und diese nicht selten töten. Das kann und darf so nicht weitergehen!Müllsammeln in und an Seen ist auch ein Stück weit Archäologie. Neben Glas aus den letzten 150 Jahren, finden sich Tierknochen, Fischfanggeräte, alle möglichen Haushaltsgegenstände und immer wieder Plastik, Plastik, Plastik.Christopher Jöst ist inzwischen zusätzlich zu seinen Kenntnissen als Biologe absoluter Wertstoff-Spezialist. Zudem kann er Altmunition erkennen. Und hat durch die Meldung von Funden sicher schon Unfälle verhindert.Vielen Dank an Christopher für diesen gemeinsamen Ausflug und den damit verbundenen Arbeitseinsatz, der mir Einblicke in eine so wichtige Arbeit für Natur- und Umweltschutz vermittelte. PS: am 18.9. veranstaltet der NABU in Schwerin erneut einen sogenannten Coastal Cleanup-Day, also einen Ufer-Aufräumtag. Da kann sich jede und jeder beteiligen. Zu Ort und Zeit gibt es hier noch später konkrete Infos.

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